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Seit 2001 wird das romantische Refugium am See von der Seeresidenz Alte Post Betriebs GmbH als Premium-Seniorenresidenz betrieben. Auf dem weitläufigen Gelände des historischen Gasthofs „Zur Post“ und unter behutsamer Einbindung des denkmalgeschützten Saalbaues entstand die Seeresidenz in ihrer heutigen Form in zeitlos moderner Architektur. Alle Wohnungen sind seniorengerecht und entsprechen hohen Qualitätstandards.

Die Alte Post hat damit ein neues, erfolgreiches Kapitel in ihrer über 500-jährigen, bewegten Geschichte aufgeschlagen. Erstmals wurde sie 1499 urkundlich als Gasthaus erwähnt. Und weil der Logenplatz am See schon immer etwas ganz besonderes war, verzeichnet die Hauschronik viele hochrangige Gäste – zum Beispiel Prinz Alfons von Bayern, die Herzogin von Genua und den „Märchenkönig“ Ludwig II., der auf seinen Fahrten zwischen Berg und Neuschwanstein regelmäßig im „Königszimmer“ Quartier machte.

Taverne zu Seeshoibit
1499
1816
1857
1886
1949
Seeresidenz Alte Post

Der Starnberger See, früher auch Würmsee genannt, liegt in einer eiszeitlichen Gletscherrinne. Er ist 21 km lang, bis zu 5 km breit und bis zu 128 m tief. Die traumhafte Lage des Sees inmitten einer bilderbuchartigen Voralpenlandschaft übte schon immer eine magische Anziehungskraft auf die Menschen aus. Dem konnte sich natürlich auch der Adel nicht entziehen. Zahlreiche Schlösser, Anwesen und Landsitze, vor allem der Wittelsbacher, rund um den See gaben dem Namen "Fürstensee", wie er auch häufig genannt wurde, seine Berechtigung.

Mitte des 19.Jahrhunderts wurde der Starnberger See, wie er amtlich allerdings erst ab 1962 heißt, als Münchner "Sommerfrische" entdeckt. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Starnberg im Jahre 1854 war der See einfach und schnell zu erreichen. Die Krise des Feudalismus und der Aufstieg des Bürgertums bescherten der Landschaft einen grundlegenden Wandel. Wohlhabende Münchner bauten ihre Villen. Maler, Musiker und Literaten fanden rund um den See ihr Domizil. So wird die Landschaft um den See zum Schauplatz so mancher Romanszene. Von seiner Anziehungskraft hat der Starnberger See bis heute nichts verloren.

Als "Seeshoibit" wird die Siedlung am Südende des Starnberger Sees schon 740 n.Chr. bei der Gründung des Klosters Benediktbeuern urkundlich erwähnt. Von 1353 gehört der Ort für mehr als ein Jahrhundert zum Kloster Polling, seit 1487 bis zur Säkularisation 1803 zum Kloster Bernried. Schon 1487 entstand die alte Pfarrkirche. Nur wenig jünger ist die Fischersäule von 1522 in der Nähe des Dampferstegs. Sie stellte vermutlich die Grenze zwischen den benachbarten Gerichtsbarkeiten dar.

Die "Post" ist ein Ort der Gastlichkeit mit weit zurückreichender Tradition. Als "Taverne zu Seeshoibit" wurde das Gasthaus schon 1499 urkundlich erwähnt. Der Dorfbrand von 1815 nahm hier seinen Anfang, als nämlich der Wirtin der Tafernwirtschaft "Sanktjohanser" beim Küchlbacken eine Schmalzpfanne in Brand geraten war.

Rasso Vogl aus Unterbrunn, der 1816 die Witwe der abgebrannten Tafernwirtschaft geheiratet hatte, begründete die Reihe der Vogls, die alle den Vornamen „Rasso“ trugen, und die „Post“ über mehrere Generationen durch die Wechselfälle der Geschichte steuerten und das Haus zu einer Renommieradresse machten.

Der zweite Rasso Vogl erschloß weitere Geschäftsfelder mit dem Erwerb der Konzessionen für Metzgerei und Bäckerei und errichtete 1857 einen Poststadl mit „Carriolverkehr“ in alle Richtungen.

Die Hauschronik verzeichnet so honorige Gäste wie Prinz Alfons von Bayern, die Herzogin von Genua und vor allem auch den "Märchenkönig" Ludwig II., der auf seinen Fahrten zwischen Berg und Neuschwanstein regelmäßig Quartier im "Königszimmer" des Hotels machte. Auch bei seiner letzten Fahrt nach Berg am 12. Juni 1886 gab es einen kurzen Aufenthalt zum Pferdewechsel. Von der Wirtin erbat er sich nur ein Glas Wasser, worauf er dreimal in eindringlichem Ton „Danke“ sagte. Die Szene berührte die Wirtin so sehr, dass das Glas über lange Zeit als Reliquie aufbewahrt blieb, ein eigens aus dieser Begebenheit komponiertes Lied drückte ebenfalls die tiefe Verehrung für den König aus.

In der Zeit des dritten Rasso Vogl entstehen 1906 die Seeterrasse und 1910 der noch heute erhaltene, unter Denkmalschutz stehende Saalbau, der zum Schauplatz mancher rauschender Ballnacht wird.

1949 feiert man nach den Wirren des zweiten Weltkrieges Generalüberholung und Ausbau des Hotels. Die Familie führt den Betrieb selbst noch bis in die 60er weiter. Einige Pächter versuchen danach noch ihr Glück in der ehrwürdigen "Alten Post", bis 1992 der Abriß der sanierungsbedürftigen Gebäudeteile Platz schafft für das heutige Gebäudeensemble der Seeresidenz Alte Post.